Von Jira zu Resourcecloud wechseln: so läuft der Umstieg
Projekte, Vorgänge, Epics, Sprints, Kommentare, Zeiten und Dateien aus Jira übernehmen: mit Probelauf, ohne Doppelungen und mit Rückgängig-Knopf.
Wer ein Projektwerkzeug wechselt, fürchtet vor allem eines: die Daten zu verlieren. Jahre an Vorgängen, Kommentaren und Zeitbuchungen sollen nicht im alten System zurückbleiben. Deshalb hat Resourcecloud einen Jira-Import, der Jira Cloud und Jira Data Center unterstützt. Hier ist der Ablauf in fünf Schritten.
Was mitkommt
Projekte, Vorgänge, Unteraufgaben, Epics, Sprints, Kommentare (mit ursprünglichem Autor und Datum), Zeiteinträge und Anhänge. Jira-Projekte werden zu einem Team (wer die Aufgaben sieht) und einer Lösung (wozu die Arbeit gehört). Ein Epic bekommt eine gleichnamige Story, die seine Aufgaben enthält. Story Points werden auf ganze Zahlen gerundet, Worklogs landen als Zeiteinträge bei der Person, die sie erfasst hat.
Die fünf Schritte
- Exportieren. Jira hat keinen Knopf "alles exportieren". Deshalb liegt ein Skript bei (
tools/jira_export.py, Python 3.9 oder neuer). Es liest nur über die REST-API und schreibt ein Zip. Wird es unterbrochen, macht es dort weiter, wo es aufgehört hat. - Hochladen unter Admin → Datenimport. Die Größe ist egal, auch ein unterbrochener Upload setzt fort.
- Zuordnen. Aufgabentypen, Status, Projekte und Personen, mit Vorschlägen aus dem, was Sie in Resourcecloud schon haben. Personen werden zuerst über die E-Mail-Adresse, dann über den Benutzernamen gefunden. Jira-Status werden zu Stufen des Team-Boards.
- Probelauf. Er zeigt, was neu wäre, was sich ändert und was unberührt bleibt. Erst danach starten Sie. Der Import läuft im Hintergrund.
- Bericht. Danach sehen Sie, was er getan hat.
Warum Sie ohne Sorge starten können
- Wiederholbar. Jedes Jira-Objekt wird über seine ID wiedererkannt. Derselbe Export noch einmal ändert nichts. Ein neuerer Export aktualisiert, was sich in Jira geändert hat, und ergänzt Neues. Nichts wird doppelt angelegt. So können Sie parallel weiterarbeiten und kurz vor dem Stichtag noch einmal abgleichen.
- Umkehrbar. Ein Import lässt sich rückgängig machen. Er entfernt, was er angelegt hat, und behält, woran seitdem gearbeitet wurde.
- Leise. Beim Import werden keine E-Mails und keine Benachrichtigungen verschickt.
- Ihre Daten bleiben bei Ihnen. Sie gehen von Jira auf den Rechner, auf dem Sie das Skript ausführen, und von dort in Ihr eigenes Resourcecloud, sonst nirgendwohin.
Was Sie vorher vorbereiten
Ein Konto mit der Rolle RC Admin, ein Team je Jira-Projekt (oder der Import legt es an), die Benutzerkonten, die bleiben sollen (fehlende können als inaktive Konten angelegt werden), und ein Jira-Zugang, der die Projekte sehen darf: bei Jira Cloud E-Mail-Adresse und API-Token, bei Data Center ein Personal Access Token.
Was nicht importiert wird
Boards selbst werden nicht kopiert, sie bestimmen nur, zu welchem Team ein Sprint gehört. Eine vollständige Liste, was nicht übernommen wird, steht in der Anleitung.
Unser Tipp: klein anfangen
Importieren Sie zuerst ein Projekt, schauen Sie sich das Ergebnis an und nehmen Sie dann den Rest dazu. Die ausführliche Anleitung mit allen Optionen finden Sie unter Dokumentation → Umstieg von Jira.