Betriebsrat und KI im Team: Planungssoftware gemeinsam einführen
Planungssoftware mit dem Betriebsrat einführen: Was Resourcecloud technisch sperrt, was es nicht ausschließt und wie sich beides in einer Betriebsvereinbarung festhalten lässt.
Ein Werkzeug, das Aufgaben, Zeiten und Kapazität kennt, kann auch Menschen auswerten. Genau deshalb reden Betriebsräte bei der Einführung mit, in Deutschland nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Und deshalb ist es klug, das Thema nicht am Ende, sondern am Anfang auf den Tisch zu legen. Hier steht, wie Resourcecloud damit umgeht.
Ehrlich vorweg
Resourcecloud ist ein Werkzeug zur Planung und Zeiterfassung. Zeitbuchungen, Kommentare und Zuweisungen tragen den Namen der Person. Wenn ein Administrator es einschaltet, können Führungskräfte Berichte über einzelne Personen erzeugen. Eine Auswertung Einzelner ist also technisch möglich. Wir behaupten nichts anderes. Was wir tun, ist dafür zu sorgen, dass sie nur bewusst, sichtbar und mit Zustimmung eingeschaltet wird.
Was technisch gesperrt ist
- Aus ab Werk. Berichte über Einzelne und die Auslastung je Person sind in einer neuen Instanz ausgeschaltet. Solange sie aus sind, wird ein fremder Bericht auch bei direktem Aufruf der Adresse verweigert.
- Einschalten ist nie still. Der Administrator bestätigt in einem Dialog, dass alle Beschäftigten benachrichtigt werden und dass dies in vielen Ländern die Zustimmung des Betriebsrats braucht. Danach erhalten alle eine Mitteilung, die sie nicht abbestellen können. Auch das Ausschalten wird mitgeteilt.
- Sichtbar im Profil. Jedes Profil zeigt, welche Auswertungen eingeschaltet sind, seit wann und durch wen.
- Abgestufte Sicht. Teamleitungen sehen einzelne Personen ihres Teams nur bei eingeschaltetem Schalter. Abteilungsleitungen sehen Aggregate, höhere Ebenen gröbere Gruppierungen. Die Grenze liegt in der Datenschicht, nicht nur in der Darstellung.
- KI ohne Ranglisten. Der Assistent bekommt keine Namen neben Leistungs- oder Auslastungszahlen. Fragen nach Rangfolgen von Personen lehnt ein Filter ab, bevor Daten geladen werden. Der Assistent sieht die eigenen Zahlen der fragenden Person.
- Kalender nur mit Zustimmung. Aus Outlook wird nur Frei/Belegt gelesen, nur für Personen, die es selbst einschalten, und nur als eine Zahl je Arbeitstag. Betreff, Ort und Teilnehmer werden nicht gelesen.
- Private Aufgaben sehen nur Ersteller und Bearbeiter.
Die Sperren sind durch automatische Tests im Quellcode belegt, die bei jeder Änderung mitlaufen.
Was Resourcecloud nicht ausschließt
Das Paket nennt die Grenzen, damit niemand sie später erst findet: Berichte über Personen bei eingeschaltetem Schalter, Namen an Arbeitsdaten (der Arbeitsnachweis ist nicht abschaltbar), gespeicherte Anmeldezeitpunkte und die Macht der Administratoren. Das gehört in eine Betriebsvereinbarung.
Das Betriebsrats-Paket
Für Betriebs- und Personalräte, Datenschutzbeauftragte und den Einkauf haben wir ein Paket zusammengestellt: technische Sperren mit Nachweis, ehrliche Grenzen und ein Muster für eine Betriebsvereinbarung. Wichtig: Das Paket ist ein Entwurf. Die Teile zu Sperren und Grenzen sind gegen Code und Tests geprüft. Das Muster ist ein Vorschlag, keine Rechtsberatung, und noch nicht juristisch geprüft. Besprechen Sie es vor der Verwendung mit Ihrer Rechtsberatung.
Tipp für das Gespräch
Laden Sie den Betriebsrat früh zu einem Termin in die Demo ein. Zeigen Sie zuerst, was ausgeschaltet ist, und dann gemeinsam, wie der Schalter und die Mitteilung an alle aussehen. Das nimmt dem Thema viel Misstrauen.